big apple
Kompetenz im Unternehmen

Impulse
 

Robert I. Sutton

Der Arschloch Faktor

Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern, Intriganten und Despoten im Unternehmen

Carl Hanser Verlag München 2007 (192 Seiten, ISBN 978-3-446-40704-6) EUR 17,90

Wir alle sind ihnen schon einmal begegnet: Wichtigtuer, Intriganten, Tyrannen und Egomanen im Berufsleben. Die Bezeichnung für diese spezielle Spezies, die uns das Leben schwer machen ist mehr als einprägsam…

Robert Sutton, renommierter Management Autor und Professor in Stanford liefert in diesem sehr unterhaltsamen und direkten Buch, in dem er kein Blatt vor den Mund nimmt, den Beweis: Arschlöcher sind nicht nur im direkten Kontakt eine Zumutung für ihre Mitmenschen, sie schaden einem Unternehmen auch massiv – auch und gerade wenn sie an dessen Spitze stehen. Ob in Stanford oder bei Daimler, ob in der Fabrikhalle, auf dem Bau oder im Callcenter. Dabei macht er klar: Die Bedeutung von Arschlöchern wird chronisch unterschätzt. Das ist nicht nur bedauerlich für unser Leben, sondern auch für den Erfolg von Organisationen. Wichtiger für die Zukunft von Unternehmen als jede Balanced Scorecard und jeder Ruf nach einer neuen Fehlerkultur ist laut Sutton das Nachdenken über all die destruktiven Charaktere in den Unternehmen, die „ihren Mitmenschen schaden und die Leistungsfähigkeit dieser Organisationen untergraben“. Sie vergraulen Kunden und Mitarbeiter, inszenieren arbeitszeitkostende Konflikte, höhlen die Leistungsfähigkeit von Teams und Management aus

Wir bekommen anschaulich präsentiert, wie wir Arschlöcher („Berufs- und Gewohnheitsarschlöcher) sicher identifizieren und wie wir sie durch eine aktive und offene Unternehmenspolitik entschlossen kaltstellen können. Dabei werden auch die ganzheitlichen durch solche Mitarbeiter verursachten Kosten und auch deren Darstellung nicht aus den Augen gelassen und auch eine offene Streitkultur unter temporären Arschlöchern als nutzbringend für kreative Prozesse beschrieben.

Das Buch bietet uns einen Leitfaden wie man Mobber, Intriganten, Despoten … eben Arschlöcher, zum Teufel jagt, ihnen – wenn das nicht geht – optimal ausweicht oder sich (schlimmstenfalls) eine erträgliche Nische sucht, wo man seine Ruhe vor ihnen hat. Sutton garniert das ganze mit Beispielen aus der amerikanischen Unternehmenswelt und aus Zuschriften seiner Leser. Dabei vergisst er aber nicht einen Bogen zur aktuellen und internationalen Forschung zu diesem Thema zu schlagen und seine Theorien durch Forschungsergebnisse zu stützen. Schmunzel-Faktor ist hier inbegriffen und dabei erhalten wir Leser auch noch Impulse, Veränderungen anzustoßen und eine positive aber dennoch leistungsstarke Organisation zu schaffen.

Sehr empfehlenswert!

Ihr Alexander Frank
TQU my big apple GmbH

 

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