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Jürgen P. Bläsing (Hrsg.) Autor: Konrad Reuter Moderne Methoden der Statistischen Tolerierung Dr. Konrad Reuter aus Leipzig ist davon überzeugt, dass die Statistische Tolerierung eine große Zukunft hat. Er hat sich deshalb aufgemacht, mit diesem Workbook und mit den von ihm realisierten EXCEL-Anwendungen in praxisgerechter Form allen Interessierten die Möglichkeit anzubieten, die Vorteile der Statistischen Tolerierung in der täglichen Arbeit zu nutzen. Mit einer Fülle von hochwertiger Software auf Excel-Basis gibt er dem Nutzer wertvolle Möglichkeiten, eigene Aufgabenstellungen zu bearbeiten. 66 Seiten, 63 Abbildungen, Tabellen und Excel-Software. TQU Verlag 2007, EUR 68.- + MWSt. Die Software erhalten Sie nach Bezahlung der Rechnung direkt vom Verlag. |
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Jürgen P. Bläsing (Hrsg.) Workbook Moderne Methoden der Statistischen Tolerierung Toleranzen fertigungs- und funktionsgerecht festlegen
Tag für Tag stehen die Konstrukteure vor der Aufgabe, geeignete Maße für ihre Bauteile festzulegen. Konstrukteure denken funktionsorientiert. Werden alle von ihnen festgelegten Maße eingehalten, funktionieren das Getriebe, der Motor oder die Radaufhängung optimal. Funktionswichtige Spiele werden in die Maßvergabe der Einzelteile (Nennmaße) eingerechnet. Bei einer Einzelfertigung funktioniert das ganz gut, nicht so bei einer Serienfertigung. Keine Fertigungsmaschine der Welt ist in der Lage in der Serie ein Teil wie das andere exakt auf Nennmaß herzustellen. Konstrukteure sind also gezwungen der Fertigung gewisse Freiräume einzurichten, die sie in den sogenannten "Toleranzen" in ihren Zeichnungen festschreiben. Der Konflikt: Im Interesse der Konstruktion (Funktion) liegt es, die Toleranzen möglichst eng zu halten, im Interesse der Produktion (Kosten) liegt es, möglichst große Toleranzbereiche nutzen zu können. Das zur Konfliktlösung in aller Regel angewendete Tolerierungsverfahren geht von der funktionswichtigen Schließmaßtoleranz aus und berechnet daraus rückwärts linear (arithmetisch) die Toleranzen der Baugruppen und der Einzelteile. Bei einer Toleranzanalyse kann man umgekehrt von den Einzelabweichungen aus auf die Schließmaßabweichung schließen. Der Vorteile dieser linearen Betrachtung liegt auf der Hand. Tatsächlich orientiert sich dieses Vorgehen an einem "Worst Case", der Annahme, dass die Fertigung bei jedem Einzelmaß den Toleranzraum vollständig (quasi rechteckverteilt) nutzt. In vielen Fällen ist diese Vorgehensweise ausreichend und führt nicht zu wesentlichen Funktionsstörungen oder zu erhöhten Fertigungskosten. Die Grenzen der linearen Tolerierungsbetrachtung sind dann erreicht, wenn hohe Funktionsanforderungen in Form enger Schließmaßtoleranzen durch ein Vielzahl von Einzeltoleranzen ereicht werden muss, die die Kosten der Herstellung oder der Beschaffung in die Höhe treiben. Hier hilft die Statistische Tolerierung weiter. Jedes Fertigungsverfahren arbeitet nach einem bestimmten Ergebnismuster, das durch die mittlere Lage (Mittelwert) und die Streuung um diese Lage herum beschrieben werden kann. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, ein Teil zu erhalten, das in der Nähe des Mittelwertes liegt, deutlich größer, als ein Teil zu bekommen, das in der Nähe der Toleranzgrenzen liegt. Montiert man nun eine Reihe solcher Teile, so überlagern sich die Wahrscheinlichkeiten und mit jedem Bauteil wird die Wahrscheinlichkeit immer kleiner, die Grenzen einer linear festgelegten Schließmaßtoleranz zu erreichen. Die Statistische Tolerierung berücksichtigt dies und bietet damit Möglichkeiten, die Einzeltoleranzen "aufzumachen". Sie hilft so im erheblichen Umfang Kosten zu sparen ohne die Funktion zu gefährden. Diese Betrachtung ist nicht neu. Neu aber ist, dass durch die modernen Möglichkeiten, wie Excel, die Statistische Tolerierung ohne großen Aufwand von jedem Konstrukteur simuliert werden kann. Diese Möglichkeit erschließt der Autor in diesem Workbook. fertige Excellösungen einschließlich der Monte Carlo Simulation bieten dem Nutzer einen große Anwendungsvorteile. Inhaltsverzeichnis Ausgangspunkt: Die Arithmetische Toleranzrechnung
Maßtoleranz
am Formelement
Form- und
Lagetoleranzen in linearen Maßketten
Die
Konstruktionrechnung Reserven nutzen, Toleranzen realistischer gestalten
Die Auslesepaarung Lösungsansatz: Verlustüberlegungen
Toleranzgrenzen
dynamisch verstehen Lösungsansatz: Statistische Verfahren
Denken in
Wahrscheinlichkeiten Lösungsansatz: Simulation
Die Idee zum Verfahren
Das Simulationsmodell Enthaltene Excel-Software in der Übersicht
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